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Das Land
Auf den
schneebedeckten Gebirgen Armeniens entspringen zwei Ströme, der
Euphrat und der Tigris. Zunächst fließen sie in entgegengesetzte
Richtungen um sich schließlich im Zweistromland zu vereinigen.
Der Euphrat ist anfangs ein wilder Gebirgsbach bis er auf den
Grund einer tiefen Schlucht gelangt, wo er sich erst nach Westen
und dann nach Süden wendet, als wolle er sich ins Mittelmeer
ergießen. In diesem Verlauf ist er so reißend, das er nur auf
Flößen aus Schaffellschläuchen von den dort lebenden Menschen
befahrbar war.
Nach dem
Austritt aus den Bergen wird er ruhiger und verbreitet sich auf
ca. 100 m und fließt nun langsam durch eine vollkommen flache
Wüste. Dann wendet er sich gen Osten und strömt nun dem
Persischen Golf entgegen. Ein Teil der Wässer verliert sich in
dieser Wüste, wo sich ein großer von Schilfwäldern bedeckter
Sumpf bildete. Der Rest ist nur ein Schlammfluss, der sich
mühsam auf dem Sand dahinschleppt.
Der Tigris
ist ca. um ein Drittel kürzer , aber tiefer und fließt schneller
und führt auch mehr Wasser als der Euphrat. Er entspringt aus 3
Quellen, die man die 3 Seen nennt ganz in der Nähe eines der
beiden Arme des Euphrat. Zunächst ist der Tigris ein schäumender
Wildbach der durch steile Schluchten dahinströmt. Dann ergießt
er sich in eine große Ebene die sich nach Süden ausbreitet. Dort
nimmt er 3 Flüsse auf und verbreitet sich auf ca. 200 m. Er ist
sehr wasserreich und hat das ganze Jahr hindurch eine starke
Strömung.
Einst hatten
Euphrat und Tigris getrennte Mündungen, da das Meer viel weiter
ins Landesinnere vordrang. Die von den Flüssen jedoch
mitgeführte Schlammerde hat den ganzen Grund des Persischen
Golfes überschwemmt. Die große flache Ebene durch die die Flüsse
strömen, bildet Chaldäa. Dieser Landstreifen wurde auch
Mesopotamien genannt, was im griechischen „zwischen den Flüssen“
bedeutet.
Chaldäa war
eine, ganz aus fetten angeschwemmten Boden gebildete Ebene ohne
jeden Fels. Es ist ein trockenes Land. Etwa von April an wird
die Hitze auf 45 bis 50 Grad im Schatten ansteigen. Mehrere
Monate fällt kein Tropfen Wasser. Wenn durch die Schneeschmelze
die Flüsse über die Ufer treten, hinterlassen sie Sümpfe die die
glühende Sonne jedoch bald wieder austrocknet.
Diese Wüste
ist einst eines der fruchtbarsten Länder der Erde gewesen. Der
Boden von Chaldäa ist sofern er Wasser hat von unvergleichlicher
Schönheit gewesen. Die alten Chaldäer hatten Dämme gebaut um
die Überschwemmungen zurückzuhalten, das Wasser anzusammeln und
durch Kanäle in die Ebene zu leiten. So erzielten sie
überraschende Ernten, besonders aus Korn. Hirse und Sesam
gediehen fast zu Bäumen.
Es gab in
Chaldäa keine anderen Bäume als Palmen und in den Obstgärten
Pomeranzen und einige Obstbäume. Die Palmen jedoch produzierten
ausreichend Datteln für fast alle Bedürfnisse der Bevölkerung.
Man bereitete daraus eine Art Brot, Essig, Wein und eine Art
Zucker. Die Palmstämme dienten zur Herstellung von Balken.
Große Herden
von Rinder und Schafen zogen durch die Graslandschaft an den
Flüssen, außerdem hielten die Chaldäer dort Gänse und Enten.
Durch dreißig Jahrhunderte hat dieses Land die zahlreichste
Bevölkerung der Erde ernährt. Die Assyrer wie die Chaldäer habe
Äcker und Obstgärten geschaffen. Indem sie Flusswasser in die
Wüste leiteten.
In Assyrien
findet man Steinbrüche mit weichem Sandstein Alabaster und
Marmor. In den Bergen fanden sich Eisenminen, auch Kupfer, Blei
und Silber. Die Wüsten waren von wilden Tieren wie Löwen,
Leoparden, Gazellen Büffeln, wilden Eseln Hasen und Rebhühnern
bevölkert. In den Bergen gab es Bären, Hirsche und Steinböcke.
© Peter
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