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Die
Statuen
Alle Statuen
stellen stehende oder sitzende Personen in langen Gewändern und
mit nackten Füßen dar.
Die
assyrischen Bildhauer haben vor allem Basreliefs auf großen
Platten von Alabaster für die Ausschmückung der Palastwände
geschaffen. Die größten Reliefs waren an den Außenmauern
angebracht und stellten Geister von kolossaler Größe dar, bald
mit einem Adlerkopf, bald als Riesen die einen Löwen erwürgten
oder als geflügelte Stiere mit Menschenköpfen. Diese Stiere
haben 5 Beine und auf diese Weise sieht man von der einen Seite
vier, von der anderen zwei. Ihre Häupter sind mit Tiaren
geschmückt, sie haben gelocktes Haar und ernste Gesichter.
Auf den
Innenwänden de Paläste stellten die Basreliefs meistens Szenen
aus dem Leben des Königs dar, der den Palast erbauen ließ. Die
gesamte Bildhauerei ist in den wenigen Regierungsjahren des
Königs fertiggestellt worden, man hat also viele Steinmetze
gleichzeitig beschäftigen müssen. Daher ist der Wert der Reliefs
sehr ungleich. Die Schlachtszenen sind unterhaltend und
belehrend, da alles detailliert dargestellt wurde.
Die Reihen
der Gefangenen die man fortführt, die Leichen auf dem
Schlachtfeld, die Bäume auf den Gebirgen, die Vögel in ihren
Nestern oder Fische im Wasser. Im allgemeinen vergrößerte der
Künstler die Personen die ihn am meisten interessierten. Er
macht den König größer als seine Minister, die Assyrer größer
als ihre Feinde. Die Köpfe werden fast nur im Profil gezeigt,
die Körper sind fast immer von schwerer Kleidung bedeckt, die
nur den Kopf, die Hände und Füße freilässt.
Dennoch gibt
es auch bemerkenswerte Arbeiten. Es sind die Basreliefs die den
König und seine Diener darstellen. Der Bildhauer hat vollendet
den Bart und das lockige Haar, die Stickereien am Mantel und an
der Iara, die Seidenfransen am Kleidersaum wiedergegeben.
Die
Hauptwerke dieser assyrischen Kunst waren die Jagdhunde und die
wilden Tiere. Auf einem Basrelief das die Jagd König
Assurbanipals darstellt, erhebt ein von einem Pfeil getroffene
Löwin brüllend ihre Pfoten, während ihr bereits gelähmter
Hinterleib mit vollendeter Wahrheit wiedergegeben ist. Selbst
die alten Griechen vermochten Tier nicht besser darzustellen.
© Peter
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